Einladung zur Vernissage „verfolgt“
Hiermit möchten wir, „Mur Freunde Gemeinschaft”, Verein für Dialog, Bildung und Kultur und als „Grüß Gott Österreich” Plattform, Sie zu der Fotoausstellung „verfolgt“ an der Universität Graz einladen.
Aus den Medien und aus verschiedenen Reports von internationalen Hilfsorganisationen weiß man, dass in der Türkei seit Juli 2016 unübersehbare Menschenrechtsverletzungen passieren. Viele Menschen werden Opfer ungerechter und willkürlicher Justiz; die unabhängigen Medien werden mundtot gemacht. Viele Zehntausende, darunter Mütter mit Babys und Kleinkindern, AkademikerInnen, JournalistInnen, RichterInnen uvm. sind ohne jegliche Anklage in Haft. Viele ergreifen die Flucht vor der Hexenjagd aufgrund der Hetze und des Hasses bestimmten Personengruppen und/oder Ideologien gegenüber, die diffamiert und denunziert werden; für manche Familien endet die Flucht mit dem Tod in kalten Gewässern!
Die Ausstellung „verfolgt“ dokumentiert die Menschenrechtsverletzungen in der Türkei seitdem Wendepunkt im Juli 2016. Vorgestellt werden Einzelschicksale von bisher unbekannten Menschen sowie von prominenten RegierungskritikerInnen aller oppositionellen Lager.
Die Veranstaltung setzt sich wie folgt zusammen:
Eröffnung und Vorträge
Zeit: Samstag 12.03.2022, 10:00 – 13:00 Uhr
Ort: Raum HS 15.04,
Universitätsstraße 15 Bauteil EE
8010 Graz
Fotoausstellung Zeitraum: Samstag 12.03.2022 bis Samstag 19.03.2022
Ort: Foyer vor dem Raum HS 15.04,
Universitätsstraße 15 Bauteil EE
8010 Graz
Ablauf der Veranstaltung
10:00 Uhr Einlass
10:30 Uhr Begrüßung und Eröffnung Bekir Kocak, Bed
Plattform „Grüß Gott Österreich”
10:40 Uhr Vortrag von Dr. jur. Arhan Kardas
Universität Potsdam, Jüdische Studien und Religionswissenschaft
„Grausamkeiten gegen Frauen nach dem 15. Juli in der Türkei”
11:20 Uhr Vortrag von Mag. theol. Durmuş Gamsız BA
Hizmet-Gemeinschaft Tirol
„Gewalt und die Haltung der Liebe-Geweihten im Angesicht der
Moral- und Handlungslehre Gülens”
12:00 Uhr Ausklang am Buffet

MELEK ÇETİNKAYA
Melek Çetinkaya ist eine Mutter, die in der Türkei für ihre Aktionen bekannt ist, die Unschuld von 355 Militärstudenten zu bekunden, die inhaftiert wurden, wozu ihr Sohn Furkan Çetinkaya auch dazuzählt, der nach dem Putsch festgenommen und zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, dieser schweren Anklage beschuldigt wurden Versuch. Es wurde zu einem der Symbole der Rebellion gegen die Rechtsordnung, bei der die Studenten zu lebenslanger Haft verurteilt und ihre Kommandeure freigesprochen wurden, mit Transparenten, auf denen stand: „Wir wollen Gerechtigkeit für Militärstudenten“, „Studenten werden nicht zu Putschisten“ , und „Kadettenstudenten sind unschuldig“.
Als Melek Çetinkayas Kampf auf der Straße sich wie eine Lawine in den sozialen Medien ausbreitete und sich in der Agenda der Türkei festsetzte, versuchten diejenigen, die sich mit ihr nicht wohl fühlten, sie mit Kampagnen gegen sie zu zermürben. Diejenigen, die keinen „stichhaltigen“ Grund für die Inhaftierung von Melek Çetinkaya finden konnten, die durch Herumschleifen mitten auf der Straße in Gewahrsam genommen wurde, nutzten schnell die Sendung auf Akit TV, die sie am 12. Juli 2020 besuchte, als Ausrede. Melek Çetinkaya, die versuchte, die absichtlich an sie gerichteten Fragen in der Sendung zu bewältigen und das Gespräch auf den Generalstabschef der Putschzeit, Hulusi Akar, und den Premierminister, Binali Yıldırım, kam, wurde die Sendung sehr schnell eingestellt.
Nach der Sendung war mit der Nachricht, dass Melek Çetinkaya „Fethullah Gülen gelobt“ und „ihn gelobt“ habe, quasi die Grundlage für die Verhaftung geschaffen. Melek Çetinkaya, die in Ankara festgenommen und im Rahmen der Ermittlungen nach Istanbul gebracht wurde, weil sie „das Verbrechen und den Verbrecher gelobt“ hatte, wurde vom Küçükçekmece-Friedensstrafgericht festgenommen, weil sie „das Verbrechen und den Verbrecher durch den Presse, Propaganda für eine terroristische Organisation“ und ins Gefängnis gesteckt. Obwohl die Anwälte das Verbrechen „Lob des Verbrechens und des Verbrechers“ anprangerten, das zur Verhaftung von Melek Çetinkaya führte, wurde sie festgenommen.


Hatice Ögut Seit 41 Monaten liegt die pensionierte Klassenlehrerin Hatice Ögut (53 Jahre alt) im Gaziantep L Tipi Gefängnis und, obwohl sie an gesundheitlichen Problemen leidet, wird sie nicht entlassen. Sie leidet unter Herz- und Blutdruckkrankheiten zudem kann sie ihre Wäsche nicht eigenständig waschen, da sie auch unter starken Rücken Hernie leidet. Eine Woche vor ihrer Haft, bekam sie einen OP Termin. Da sie wusste, dass Menschen auch gleich nach einer OP festgebunden ins Gefängnis gebracht werden, möchte sie im Gefängnis keine 2. OP erleben. Am 28.Jänner 2019 hatte Hatice Ögüt in der medizinischen Fakultät in Gaziantep eine Blinddarmoperation. Es wurde ihr weder eine Begleiterin noch der Besuch ihres Mannes zugelassen. Ihr Mann, Habes Ögüt sprach: „Sie haben die operierte Frau 5 Stunden am Sessel sitzen lassen. Nach 5 Stunden haben sie sie gefesselt wieder ins Gefängnis geführt. Ihr Bandscheibenvorfall hat sich dadurch stark verschlechtert. In diesem Zustand möchte sie nicht nochmals operiert werden. Außerdem hat sie Herzprobleme. Hatice Ögüt, die im Bundesland Nizip in Gaziantep lebt, gewährte man ihr am Lehrerinnentag eine Gunst, welche man als Grund zur Behauptung, sie sei die Führerin einer Organisation und wurde am 25.August 2016 festgenommen. Hatice Ögüt, pensionierte Klassenlehrerin, 53 Jahre alt, wurde vom Obersten Strafgerichtshof, mit der Behauptung sie habe alleine eine Terrororganisation gegründet und geführt zu haben, für 15 Jahre Gefängnisstrafe verurteilt. Die ganze Familie wurde ins Gefängnis gebracht Aus den Gründen wie Verein, Gewerkschaftsmitglied, Geld Einzahlung in der Bank wurde der Ehemann, Habes Ögüt ebenfalls festgenommen und ins Gefängnis gebracht. „Man hat jemanden in die G efängniszelle gebracht, ich sah meinen Sohn vor mir. Wir waren 1 Woche in der Zelle gemeinsam. Man hat mich freigelassen, mein Sohn musste jedoch 8 Monate in Haft bleiben.“, so Habes Ögüt. Der Sohn vom Ingenieur wurde in einem Studentenverein gesehen, so hat man


Sedef Kabaş
Yirmibeşoğlu (geb. am 8. Dezember 1968 in London) ist eine türkische Journalistin, Nachrichtenmoderatorin, Fernsehprogrammiererin, Kommunikations- und Politikwissenschaftlerin, und Beraterin. Seit 1997 führte sie mehr als 1500 Interviews mit bekannten Namen aus Politik, Wirtschaft, Medien, Wissenschaft, Kunst und Sport in der Türkei.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und bitten um eine formlose Anmeldung
an info@murfreunde.org oder an gruessgott.oesterreich@gmail.com bis zum
11.März 2022.
Der Eintritt ist frei.

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